Reibschweißen
Reibschweißen ist ein Schweißverfahren bei dem die Verbindung im festen Zustand erfolgt. Das Verfahren hat sich vor allem durchgesetzt, weil sich verschiedene Werkstoffe sehr wirtschaftlich und mit hoher Qualität verbinden lassen. Die konkrete Umsetzung und Analyse des Prozesses wird durch verschiedene Phänomene wie hohe plastische Verformung, große Temperaturgradienten, hohe Relativgeschwindigkeiten und Dehnraten bzw. deren Einfluss auf das Reib- und Werkstoffverhalten erschwert.
Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung die grundlegenden Mechanismen und deren Beeinflussung durch die Prozessparameter sowie die Auswirkung auf die Verbindungsqualität zu verstehen. Mit diesem Wissen kann die Qualität der Verbindung erhöht und die Fehleranfälligkeit reduziert bzw. Lösungsansätze auf neue Anforderung übertragen werden. Auf diesem Gebiet ist das Institut für Werkstoffkunde und Schweißtechnik der TU Graz in verschiedenste Projekte involviert, woraus sich Erfahrungen in folgenden Schwerpunkten entwickelt haben:
- Parameteroptimierung aus experimentellen Daten und Verwendung neuronaler Netze
- Zusammenhang zwischen Prozessparametern und Verbindungsqualität
- Analyse des Wärmeflusses mit dem inversen Ansatz
- FE Modellierung (thermisch-mechanisch und thermisch-metallurgisch)
- Vorhersage der Gefügeentwicklung (Größe der Wärmeeinflusszone, Stauchweg, Verformungsverhalten)
Aus diversen Forschungsprojekten sind schon eine Reihe von Veröffentlichungen verfügbar.
Kompetenzträger: Insitut für Werkstoffkunde und Schweißtechnik an der TU-Graz
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